Vorführungen:
- Do., 19. November 2026 – Sa., 21. November 2026 um 16:00 Uhr
- Mo., 23. November 2026 – Mi., 25. November 2026 um 16:00 Uhr
- Do., 26. November 2026 – Mo., 30. November 2026 um 17:45 Uhr
Darsteller*innen: Katharina Thalbach, Bardo Böhlefeld, Ulrike Kriener
Amir ist 31, schwul und gerade aus dem Iran geflüchtet. Agnes ist 101, ein Berliner Original
und immer noch zu jung fürs Altersheim (findet sie). Die beiden ziehen zusammen, werden
Freunde – und retten einander das Leben. Inspiriert von einer wahren Freundschaft.
Mitten im alten Berlin, ein Park im Sommer. Von einem Fenster ihrer Altbauwohnung, die sie
seit 63 Jahren bewohnt, beobachtet Agnes (KATHARINA THALBACH) mit einem Fernglas das
Kommen und Gehen. Besonders eine Parkbank nimmt sie ins Visier. IHRE Bank. Wo sie früher
immer saß, als es ihr noch leichter fiel, ihre Wohnung zu verlassen. Heute ist das ein Problem.
Agnes ist 101 Jahre alt. Sie wohnt immer noch zuhause. Allein. Und mehr und mehr einsam.
Weil da niemand ist außer ihr, die alte Frau, die sich aber gar nicht so alt fühlen würde, wenn
ihr Körper nicht widerspräche. Fast alles geht noch, nur eben nicht mehr so schnell.
Ihre liebgewonnenen Angewohnheiten pflegt sie immer noch. Morgens im Bad bürstet Agnes
ihre Haare, dann macht sie sich eine kecke Spange ins Haar. Fast wie ein junges Mädchen.
Danach sitzt sie da. Und wartet. Dass etwas passiert. Dass es an ihrer Tür klingelt. Das Essen
auf Rädern zum Beispiel. Schon ein Highlight zweimal am Tag, mittags und abends. Der junge
Mann ist sehr freundlich. Aber sofort wieder weg. Agnes bedauert das. So gerne würde sie ein
paar Worte mit ihm wechseln. Muss Agnes halt doch wieder fernsehen, am liebsten
Sendungen mit Royals.
Amir (BARDO BÖHLEFELD) – 70 Jahre jünger als Agnes – ist vor vier Monaten aus dem Iran
zu einem Kongress nach Berlin gekommen und geblieben, hat Asyl beantragt: Als
Homosexueller ist sein Leben in seiner Heimat immer in Gefahr. Wenn seine sexuelle Neigung
bekannt wird, droht ihm Hinrichtung. Mit seinem Anwalt Sörensen (RONALD ZEHRFELD)
liefert er beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die letzten Unterlagen ab. Gelobt wird
er für sein gutes Deutsch: Amir hat die Sprache während seines Studiums der Sportmedizin in
Teheran gelernt. Jetzt heißt es wieder Warten. Die Mühlen der Behörden mahlen langsam.
Der Anwalt rät Amir, sich erst einmal einen Job zu suchen.